Eigene vier Wände

Wie du dein Eigenheim finanzierst

Haus oder Wohnung – dafür musst du schon eine Menge Geld hinlegen. Deine Chance ist, dass du das nicht auf einmal zu bezahlen brauchst.

    Mittwoch, 17.06.2020
    Lesezeit: 4 Minuten
    Mittwoch, 17.06.2020
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    In diesem Artikel erfährst du,

    • wie ein Immobilienkredit funktioniert
    • wie du eigenes Kapital bildest
    • wie lange du zahlen musst

    Auto, Familie, die ersten Jahre mit eigenem, vollem Gehalt – da ist der Wunsch nach ­einem eigenen Heim nicht weit. Wenn du’s früh anpackst, hast du gute Aussichten, die eigene Woh­nung oder das eigene Haus gewuppt zu kriegen. Das heißt nicht unbedingt, früh bauen oder kaufen, aber es heißt, früh sparen. Das nämlich, Eigenkapital, macht den später erforderlichen Immobilienkredit günstiger.

    Ein passabler Standard dafür ist der Bausparvertrag. Der Vorteil: feste Konditionen und Planbarkeit. »Bausparen lohnt sich, je früher man damit anfängt, und bereits mit 16 gibt es mit der Wohnungsbauprämie die erste Prämie vom Staat«, sagt Matthias Bunte, Finanzberater der Postbank. Idealer­weise spart man 20 Prozent des Kaufpreises an und ­erhält weitere 30 Prozent über ein zinsgüns­tiges Bauspardarlehen. Der Zins ist schon beim Abschluss des Bausparvertrags garantiert, dafür gibt’s dann aber nur wenig Zinsen aufs Ersparte. Die andere Hälfte finanziert die Bank über einen normalen Kredit.

    Eigenkapital auf eigene Faust

    Wer sich in Finanzdingen mehr Risiko zutraut und seinem Geld mehr Aufmerksamkeit widmet, kann auch auf eigene Faust Kapital bilden, etwa durch geschickte Investition in Aktien oder Fonds. Hier gibt’s mehr Rendite, solange man sich nicht durch allzu riskante Investments in die Verluste zockt. Gut gemacht, steht nach ein paar Jahren mehr Eigenkapital zur Verfügung, allerdings ohne das günstige Bauspardarlehen. Dann kann’s losgehen mit dem Eigenheim:

     

    Wie ein Hypothekendarlehen funktioniert

    In Deutschland werden Immobilien meist über Hypothekendarlehen finanziert. Das sind Kredite, deren Zinsen und Kreditrate unabhängig von der Markt­ent­wicklung auf Jahre hinaus festgelegt sind. Allerdings müssen junge Immobilienbesitzer sich im Gegenzug lange binden und einen etwas ­höheren Zinssatz akzeptieren. Nur wer ein hohes Einkommen und viel Eigenkapital hat, kann Kredit und Laufzeit klein halten. Im Durchschnitt benötigen junge Leute aber 18 Jahre, bis ihr Haus bezahlt ist, bei einer ­monatlichen Belastung zwischen rund 800 und 1.500 Euro. Schließ­lich soll ja vom Gehalt noch was übrigbleiben für Kinder, Urlaub, Möbel und das familien­taugliche Auto.

    Vieles von dem, was die Bank dann ­monatlich bekommt, ist erst einmal Zins. Nur ein kleiner Teil ist Tilgung, also Rück­zahlung der geliehenen Summe. Junge Menschen können sich eben meist keine hohe Tilgung­ leisten, denn dann wäre die monatliche Belastung zu groß. Hinter all dem steckt jedoch das grandiose Gefühl: Man wohnt in den eigenen vier Wänden und zahlt sich nach und nach selbst zum Immobilienbesitzer – statt einen Vermieter reich zu machen.

    So sparst du dich zum Eigenheim

    Früh sparen

    Kind zum Sparen nötigen: Manchmal haben Eltern auch gute Ideen...

    Regelmäßig Sparen

    ...etwa wenn sie dich schon früh zum Sparen anhalten.

    Förderung mitnehmen

    Wer nämlich schon etwas Kapital hat, bekommt leichter was dazu...

    Spar-Bilanz: Eigenkapital

    Wenn du früh angefangen und regelmäßig gespart hast, ist meist auch bald genug Eigenkapital beisammen, das du für einen Immobillienkredit brauchst.

    Eigenkapital und Bankkredit ergeben Eigenheim

    Mit deinem Ersparten und dem Kredit bezahlst du deine Eigentumswohnung oder dein Haus. Dann gilt: Kredit abzahlen, aber nie mehr Miete.

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