Pannenhilfe

Wie du dir selbst helfen kannst

Warnleuchten? Seltsame Geräusche? Womöglich gar Dampf, Rauch, Zischen? Oder einfach nur kein Mucks von der Karre? Das bedeutet heute meist – Pannendienst. Ein bisschen was geht aber auch noch in Eigenregie.

Donnerstag, 26.03.2020
Lesezeit: 3 Minuten
Donnerstag, 26.03.2020
Lesezeit: 3 Minuten
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In diesem Artikel erfährst du:

  • wie du am Auto ein Rad wechselst,
  • wie du Starthilfe bekommst oder leistest,
  • was du im Auto immer dabeihaben solltest.

Achte immer auf vollständiges Bordwerkzeug. Sicherheitshalber zusätzlich mitführen:

  • Kreuzschraubendreher
  • Schere/Teppichmesser
  • Kombizange
  • Gewebeklebeband
  • eine Flasche Leitungswasser
  • Handtuch/Lappen
  • Starthilfekabel

Tipps und Tricks bis zur nächsten Werkstatt:

  • Lose Dicht- oder Plastikteile mit Gewebeband sichern,
  • Wasser nachfüllen bei Kühlwasseralarm.

Wem das Auto unterwegs den Dienst versagt, dem bleibt meist nur eins: möglichst rechts ran oder runter von der Straße, Warnblinker und Warndreieck und dann Werkstatt- oder Abschleppdienst. Das war früher anders. Die Technik in den Autos unserer Eltern und Großeltern war eine überschaubare Sache. Heute ist es dagegen kaum noch möglich, eine kaputte Birne zu tauschen. Bei defekten Xenon- und LED-Scheinwerfern ist meist eh die gesamte Leuchte fällig.

Ein paar Dinge bekommt ihr aber auch noch selbst hin – Radwechsel, Starthilfe, Kühlwasserprobleme. Hier sind die Tipps dazu:

RADWECHSEL

Wichtig sind: fester und ebener Untergrund, angezogene Handbremse, komplettes Bordwerkzeug, gut aufgepumptes Ersatzrad oder Notrad. Los geht’s:
1.Motor aus, Handbremse anziehen, Gang rein/Automatik auf »P«, Warnblinker, Warnweste, Warndreieck. Niemand bleibt im Fahrzeug, kein Radwechsel auf schrägem Untergrund!

2.Wagenheber ansetzen (korrekte Stelle ist am Rahmen markiert) ggf. Radkappe oder Kappen von den Schrauben abziehen, Radschrauben lösen (notfalls mit dem Fuß auf den Schlüssel treten, Drehrichtung: gegen den Uhrzeigersinn), Fahrzeug anheben, bis das Rad frei hängt, Radschrauben rausdrehen. Achtung: Eine der Radschrauben könnte eine Spezialschraube zum Diebstahlschutz sein. Dazu sollte ein passender Aufsatz für den Schraubenschlüssel vorhanden sein.

3. Rad von der Nabe heben.

4. Ersatzrad / Notrad ansetzen und so weit drehen, bis die Löcher am Rad und am Fahrzeug übereinanderstehen.

5. Schrauben bis zum Anschlag eindrehen (im Uhrzeigersinn), aber noch nicht festziehen.

6. Fahrzeug wieder runterkurbeln, Schrauben festziehen (notfalls mit dem Fuß, bis es knarzt).

7. Abdeckungen aufsetzen, defektes Rad und Werkzeug verstauen. Warndreieck nicht vergessen.

8. Mit zulässigem Tempo weiterfahren (hängt ab von der Art des Ersatzrades). Rasch eine Werkstatt aufsuchen.

9. Warum du in die Werkstatt fahren musst: Radschrauben müssen mit der richtigen Festigkeit angezogen werden. Sind sie zu locker, könnten sie sich lösen, sitzen sie zu fest, könnten sie brechen. Beides ist gefährlich. Mechaniker messen und justieren die Festigkeit mit einem Spezialwerkzeug – dem Drehmomentschlüssel. Das Drehmoment ist ein Maß dafür, wie fest eine Schraube sitzt. Den jeweils vorgeschriebenen Wert entnimmst du dem Bordbuch deines Fahrzeugs oder besonderen Tabellen im Internet. Nur, wenn du das mit dem Drehmoment selbst sauber hinbekommst, kannst du auf den Werkstattbesuch verzichten.

Radwechsel Bild für Bild: So geht's

1. Wagenheber ansetzten

Die richtige Stelle, um den Wagenheber anzusetzen, findest du am Rahmen

2. Rad von der Nabe heben

Ersatzrad / Notrad ansetzen und so weit drehen, bis die Löcher am Rad und am Fahrzeug übereinanderstehen

3. Schrauben

Schrauben bis zum Anschlag eindrehen (im Uhrzeigersinn), aber noch nicht festziehen.

4. Abdeckungen aufsetzen

Abdeckungen aufsetzen, defektes Rad und Werkzeug verstauen. Warndreieck nicht vergessen.

STARTHILFE (ÜBERBRÜCKEN)

Es ist Ehrensache, bei Batterieproblemen Starthilfe zu erhalten oder zu leisten. So geht's:
1. Hilfsfahrzeug so neben den Liegenbleiber stellen, dass eine Kabelverbindung möglich ist. Motor laufen lassen.

2. Rotes Kabel verbindet die Pluspole der Batterien.

3. Schwarzes Kabel verbindet den Minuspol der Spenderbatterie mit Metallteil im Motorraum des Liegenbleibers.

4. Den Liegenbleiber starten.

5. Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge entfernen.

Starthilfe Bild für Bild: So funkt's richtig

Hilfsfahrzeug

Hilfsfahrzeug so neben den Liegenbleiber stellen, dass eine Kabelverbindung möglich ist. Motor laufen lassen.

Überbrückungskabel

Rotes Kabel verbindet die Pluspole der Batterien.

Spenderbatterie

Schwarzes Kabel verbindet den Minuspol der Spenderbatterie mit Metallteil im Motorraum des Liegenbleibers.

    Achte immer auf vollständiges Bordwerkzeug. Sicherheitshalber zusätzlich mitführen:

    • Kreuzschraubendreher
    • Schere/Teppichmesser
    • Kombizange
    • Gewebeklebeband
    • eine Flasche Leitungswasser
    • Handtuch/Lappen
    • Starthilfekabel

    Tipps und Tricks bis zur nächsten Werkstatt:

    • Lose Dicht- oder Plastikteile mit Gewebeband sichern,
    • Wasser nachfüllen bei Kühlwasseralarm.
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