Sicherheitsfahrtraining

Weitermachen, wo die Fahrschule aufhört

Hindernisse, Tempokurven, Wasser, schlechte Sicht – wer davon im im Verkehrsalltag überrascht wird, ist schnell in Schwierigkeiten. Du solltest es also üben. Das Geld dafür ist eine Investition in dein Leben.

Freitag, 05.06.2020
Lesezeit: 3 Minuten
Freitag, 05.06.2020
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In diesem Artikel erfährst du:

  • was in einem Trainings-Parkours auf dich zu kommt
  • wie teuer das Sicherheitstraining etwa ist
  • warum es gut ist für dich

Weitere Infos im Internet unter:

www.deutsche-verkehrswacht.de

www.adac.de

Notbremse ist Kraftsache

Brenzlige Situationen auf dem Trainingsgelände helfen dir später im Verkehrsalltag die Nerven zu behalten, wenn es ernsthaft brenzlig werden sollte. Gerade Fahranfänger sind überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt – hier zeigt sich, was Erfahrung wert ist.

Im Zweifel hängen an solcher Erfahrung Menschenleben, etwa beim Bremsen. Unroutinierte Fahrzeuglenker bremsen oft zu verhalten, selbst bei akuter Gefahr. Dabei ist der Bremsweg umso kürzer, je kräftiger du in die Eisen gehst. Wer den Unterschied mal am eigenen Pedal erlebt hat, bringt sein Auto notfalls entschiedener zum Stehen als ein Anfänger. Vielleicht sind es im Einzelfall nur fünfzig Zentimeter. Für ein Kind können sie den Unterschied bedeuten zwischen Tod und Leben.

Es ist im normalen Fahrunterricht schlicht nicht vorgesehen: etwa ein Fahrzeug gezielt ins Schleudern bringen – um zu üben, wie man es wieder auf Kurs zieht. So oft, bis es sitzt. Oder auf nasser Straße plötzlich einer Wand aus Wasserfontänen ausweichen. Oder Slalomfahren, bis man kapiert hat, wie das eigene Auto in Ausnahmesituationen reagiert. 

Wer technisch richtig gut fahren lernen will, der wird früher oder später Kurse in einem Trainingszentrum buchen. Sie sind alles andere als Schnäppchen, die Preise liegen irgendwo zwischen 135 und 300 Euro. Das Geld ist allerdings gut investiert, wenn man bedenkt, wie viele tausend Euro Schaden ein Unfall anrichten kann, den man – gestärkt durchs Training – verhindert hat.

Fahrtraining: die wichtigsten Übungen

1. Im Slalom um die Hütchen

Das Hin und Her um die Hütchen ist bei langsamer Fahrt noch ganz gut zu schaffen. Aber ab Tempo 40 wird es zur Kunst. Dann nämlich beginnt der Wagen sich dermaßen aufzuschaukeln, dass das Heck ausbricht. Sinn der Übung: Warum passiert das? Wie kann ich das vermeiden? Wie bekomme ich meinen Wagen wieder unter Kontrolle?

2. Karrussel

Kreisfahrten lassen dich unmittelbar spüren, welche enorme Kraft deinen Wagen in Kurven nach außen treibt. Hier kannst du testen, wann die Reifen anfangen zu quietschen und wie lange die Haftung dich auf der Spur hält. Je flotter du fährst, umso stärker wirkt die Fliehkraft und umso größer wird die Gefahr, dass es dich aus der Kurve trägt. Außerdem erfährst du, wie dein Wagen im Grenzbereich unter- oder übersteuert.

3. Aquaplaning

Auf nasser Straße ist alles anders: längerer Bremsweg, schlechtere Haftung. Ausweichen und Anhalten gelingen hier nur mit angepasstem Tempo. Im Verkehrsalltag ist es meist zu spät, wenn der Wagen aufschwimmt und ungelenkt und ungebremst aus der Spur treibt. Hier übst du, wie sich das anfühlt, wie du’s vermeidest. Vermutlich wirst du mal einen Dreher hinlegen, der hier völlig ungefährlich ist.

4. Plötzliche Hindernisse und schlechte Sicht

Von jetzt auf gleich quasi blind – das bedeutet höchste Gefahr am Steuer. Hier übst du Ausweichen in Extremsituationen und kannst zeigen, was die Hütchen Tour gebracht hat. Und natürlich geht es um schnellstmögliches Anhalten, superschnelle Reaktion, couragierten Tritt aufs Bremspedal.

Weitere Infos im Internet unter:

www.deutsche-verkehrswacht.de

www.adac.de

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