Sicherheitstechnik im Auto

Heil ankommen und heil rauskommen

In modernen Autos stecken viele Ideen, die Leben retten und Verletzungen verhindern. So kommen heute weit mehr Unfallbeteiligte mit dem Schrecken davon oder steigen nur leicht verletzt aus ihrer Hightech-Schrottkiste.

Donnerstag, 19.03.2020
Lesezeit: 2 Minuten
Donnerstag, 19.03.2020
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In diesem Artikel erfährst du:

  • warum sogar Türschlösser Leben retten
  • was vor 120 Jahren als Raserei galt
  • wie man Unfälle komplett verhindern könnte

Sicher nur mit Sonnenbrille

Die Sonnenbrille ist ein Muss im Auto, darf aber nicht zu dunkel sein: Blendschutz 2 ist optimal, Kategorie 4 ist verboten. Mit Sonnenbrille sieht man übrigens auch bei Regen besser. Das gilt besonders, wenn die Gläser mit Polfilter versehen sind, weil sie die irritierenden Spiegelungen auf nassen Flächen vermindern.

Gurt und Airbag sind Lebensretter

Dagegen sind unsere heutigen Autos wahre Wunder an Sicherheitstechnik. Klar, bei dem Tempo, das sie mittlerweile draufhaben, ist das noch deutlich wichtiger als früher. Das Auto, das Bridget Driscoll seinerzeit zu Tode brachte, war knapp 6,5 km/h schnell. Damals galt das als Raserei.

Heute haben wir als Insassen gute Chancen, Unfälle mit zehnfachem Tempo zu überleben, ja sogar nur leicht verletzt zu überstehen, vorausgesetzt, wir sind angeschnallt. Gurte sind in Deutschland seit 1976 Pflicht, acht Jahre später wurde ein Bußgeld fällig, wenn jemand nicht angeschnallt auf den Vordersitzen im Auto fuhr. Darauf sank die Zahl schwerster Verletzungen nach Auffahrunfällen drastisch. Nach der Einführung des Airbags sank diese Zahl noch einmal erheblich.

Sicher im Käfig

Das gilt auch für die Kombination aus Knautschzone und Sicherheits-Fahrgastzelle, die heute Standard sind: Die Knautschzone schluckt Aufprall-Energie, indem sie sich verformt. Moderne Fahrgastzellen bleiben dagegen möglichst stabil, um die Insassen wie in einem Sicherheitskäfig vor dem Unfallgeschehen draußen zu schützen.

Heute wird kaum noch jemand aus dem Fahrzeug geschleudert, weil besondere Schlösser verhindern, dass die Türen sich öffnen, etwa beim Überschlagen. Und die Kopfstützen schützen vor schlimmen Schäden an der Halswirbelsäule, wenn der Kopf nach einem Aufprall wieder in die Lehne zurückschlägt.

Zukunftstraum: Unfälle unmöglich

Moderne Elektronik hilft heute sogar, Unfälle zu verhindern: Mit dem Antiblockier-System (ABS) bleibt das Auto auch bei heiklen Bremsmanövern länger lenkbar, das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) kann schlingernde Fahrzeuge wieder stabilisieren. Wer sich vor dreißig Jahren in einer Kurve verschätzte, ins Schleudern geriet oder von Glatteis überrascht wurde, hatte es weit schwerer, die Kontrolle über sein Fahrzeug zurückzugewinnen. Seit 1995 ist das ESP in der EU Pflicht.

Der absolute Clou wäre es natürlich, wenn es gelänge, Unfälle überhaupt zu verhindern, etwa durch selbst fahrende, hightech-gesteuerte Autos. Einen Teil der dazu nötigen Technik erleben wir derzeit in den vielen Assistenzsystemen: Abstandsradar, Bremsautomatik, Spurhalte-Assistent.

Was Ingenieure und Planer noch hinbekommen müssen

Bis Unfälle wirklich unmöglich sind, bleibt aber noch viel zu schaffen: Erst wenn alles dereinst sauber ineinander greift – wenn Autos direkt mit Nachbarautos kommunizieren, die Fahrposition auf den Zentimeter genau bestimmbar ist, die Verkehrslage in Echtzeit erfassbar und kontrollierbar ist und alle Eventualitäten einprogrammiert sind – ja dann vielleicht. Bis dahin sollten wir auf ein sehr wirksames Sicherheitssystem setzen, das wir heute schon haben: unseren wachen Verstand und das Bremspedal.

Unfälle gibt es, seit die Menschen mit Fahrzeugen unterwegs sind. Schon aus der Zeit der Kutschen und Fuhrwerke sind zahllose Karambolagen und Havarien überliefert. Als erste Verkehrstote im motorisierten Straßenverkehr gilt die Engländerin Bridget Driscoll, die Mitte August 1896 in London überfahren wurde.

Für Fahrer und Fahrgäste waren Unfälle in den damaligen Autos sehr schnell lebensbedrohlich, etwa wenn die Tour an anderen Fahrzeugen, Laternenmasten, Bäumen oder in Straßengräben endete. In den ersten Motorfahrzeugen gab es nämlich kaum Sicherheitstechnik. So konnten die Insassen bei einem Zusammenstoß einfach vom Sitz auf die Straße katapultiert werden.

Sicher nur mit Sonnenbrille

Die Sonnenbrille ist ein Muss im Auto, darf aber nicht zu dunkel sein: Blendschutz 2 ist optimal, Kategorie 4 ist verboten. Mit Sonnenbrille sieht man übrigens auch bei Regen besser. Das gilt besonders, wenn die Gläser mit Polfilter versehen sind, weil sie die irritierenden Spiegelungen auf nassen Flächen vermindern.

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